Weitere Informationen

gefördert durch:

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

www.klimaschutz.de

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungsträger.

Folgende Projekte wurden bislang durch die Klimaschutzinititaive gefördert:

Fördertitel Förderkennzeichen und -zeitraum 
Erstellung eines Klimaschutz-Tilkonzeptes für 100 Gebäude im Erzbistum Paderborn (Gebäudepool 1) FKZ03K00430        01.12.2014 - 29.02.2016
Erstellung eines Klimaschutz-Tilkonzeptes für 100 Gebäude im Erzbistum Paderborn (Gebäudepool 2) 03K00291             01.12.2014 - 29.02.2016
Erstellung eines Klimaschutz-Tilkonzeptes für 100 Gebäude im Erzbistum Paderborn (Gebäudepool 3) 03K01965             01.10.2015 - 30.09.2016
Erstellung eines Klimaschutz-Tilkonzeptes für 100 Gebäude im Erzbistum Paderborn (Gebäudepool 4) 03K03574             01.09.2016 - 31.10.2017

Hintergrund und Ziel der Fördermaßnahmen

Rund 1,6 Mio. Katholiken sind in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn organisiert, die vom jeweiligen Pfarrer mit den ehrenamtlichen Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen geleitet werden. Diese ehrenamtlichen Gremien treffen die Entscheidungen, wenn es um die Nutzung der Gebäude, den Erhalt und um Investitionen geht.

Die Kirchengemeinden haben im Schnitt drei bis vier Gebäude: Kirche, Pfarrhaus, Pfarrheim und Kinder-garten. Der gesamte Immobilienbestand des Erzbistums beträgt mehr als 2.400 energieverbrauchende und kirchlich genutzte Gebäude.

In bauphysikalischer und energetischer Hinsicht gab es über den energetischen Zustand kirchengemeindlicher Immobilien keine gesicherten Erkenntnisse über z. B. Dämmung der Außenhülle, zur Beschaffenheit der Fenster oder zur Qualität der Heizungsanlage. Auch bei Durchführung größerer Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden erfolgt in der Regel keine systematische Erfassung bzw. Bewertung energetischer Schwachstellen oder daraus abgeleiteter Verbesserungsmaßnahmen.

Die aus den Baumaßnahmen gewonnenen Daten ließen einen Überblick über den gesamten Gebäude-bestand des Erzbistums nicht zu. Darüber hinaus liegen die Verbrauchsdaten, Energiekostenabrechnungen, Liefer- und Wartungsverträge in der Verantwortung der Kirchengemeinden und sind zentral nicht verfügbar.

Vor diesem Hintergrund sollen Gebäudeenergiegutachten eine Informationsbasis bilden. Zudem soll ein  zentral beim Erzbistum organisiertes Energiemanagement mit folgenden Zielen aufgebaut werden:
• Dezentrale Verbrauchsdatenerfassung in den Kirchengemeinden durch Energiebeauftragte
• Eingabe der Daten über ein Web-Portal
• Regelmäßige Vergleiche (Benchmarks) innerhalb des Erzbistums Paderborn
• Beurteilungsgrundlage für zukünftige Sanierungs- und Modernisierungsinvestitionen

Mittel- bis langfristig soll es die Möglichkeit der unterjährigen Verbrauchskontrolle in den Kirchengemeinden geben und eine einheitlich koordinierte Energiebeschaffung sowie ein konsolidierter Messstellenbetrieb.